© 2024 rosa-lia / all rights reserved

Dieser Buchstabenmix sorgt für Irritation, für Freude, für Unbehagen, für Ablehnung... Es gelang zwar die ursprünglich als Schimpfworte verwendeten Ausdrücke als Trotzworte zu verwenden und so eine Umkehr zu erreichen, doch noch herrscht nicht nur Freiheit, Toleranz und Offenheit. LGBTIQ* heißt in Englisch "Lesbian (lesbisch), Gay (schwul), Bisexual (bisexuell), Transgender (transgender), Intersexual (intergeschlechtlich), Queer (queer)". Und das Sternchen zählt für alle anderen, die noch nicht aufgezählt sind aber trotzdem irgendwie zur LGBTIQ-Bewegung gehören.

Weltweit wird dies sehr unterschiedlich gelebt und behandelt, das ist traurige, tragische Realität. In 69 Staaten wird Homosexualität noch strafrechtlich verfolgt, in 11 Ländern droht sogar die Todesstrafe für Lesben und Schwule. Vielerorts sind staatliche Behörden an der Unterdrückung von LGBTI Personen beteiligt, verweigern ihnen jeglichen Schutz vor Anfeindungen und Gewalt. Es gibt eine Weltkarte erstellt von ILGA world (weltweiter Zusammenschluss von LGBTI-Organisationen) die den Umgang mit Gesetzen zur sexuellen Orientierung aufzeigt.

Queer. Da bin ich jetzt verortet und fühle mich in meiner queer-feministischen Lebensform wohl. Ich bin gegen binäre Zuordnungen, wie Mann, Frau, wie schwarz, weiß usw. Diese verursachen Erwartungen, die nicht erfüllt werden können und wollen. Sie machen die Heteronormativität zur Norm, stützen das Patriarchat und fördern Sexismus. Sie bewirken Ausschlüsse. Sie verursachen Leid, welches Menschen zugefügt wird, die diese Normen hinterfragen, ablegen, die diese so nicht leben können und wollen, die diesen entwachsen sind.

"Eigentlich wollte ich als Kind Fußballerin werden, doch in den Zeiten damals war dies einem milden Lächeln preisgegeben. Ich kickte trotzdem, doch den Traum dies professionell zu machen, habe ich gelassen, weil ich auch keine Ahnung hatte, wie dies realisierbar sein soll. Erst 1982 -für mich etwas zu spät- hat der Österreichische Fußballbund Frauenfußball offiziell anerkannt. Mit Freude lese ich heute Bücher wie ONE LIFEvon Megan Rapinoe und sehe was möglich sein kann. Spätestens seit dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich ist die US-Amerikanerin eine Ikone ihrer Sportart und setzt sich vorbehaltlos für LGBTIQ*ein." (Rosalia Kopeinig)